Orgware ist ein Begriff aus der Wirtschaftsinformatik. Er bezeichnet organisatorische Regeln und Gestaltungen, die den Einsatz von Informationstechnik in einem Unternehmen ermöglichen und ordnen. Dazu zählen etwa Zuständigkeiten, Abläufe, Berechtigungen, Dokumentation und Regeln für den Umgang mit Daten.
Zusammenspiel im Informationssystem
Ein betriebliches Informationssystem besteht nicht allein aus Geräten und Programmen. Menschen, Aufgaben, Daten, technische Komponenten und organisatorische Abläufe wirken zusammen. Orgware beschreibt dabei die organisatorische Seite, die festlegt, wer welche Systeme wofür und unter welchen Bedingungen nutzt.
Ein Beispiel ist ein digitales Beschaffungssystem: Software bildet den Bestellprozess ab, während organisatorische Vorgaben festlegen, wer Bestellungen freigeben darf, welche Nachweise nötig sind und wie Ausnahmen dokumentiert werden.
Begriffliche Einordnung
Die Verwendung des Begriffs ist nicht vollständig standardisiert; Lehrbücher grenzen Orgware unterschiedlich von Software, Hardware und organisatorischem Know-how ab. Für die Praxis ist deshalb wichtiger, die konkreten Rollen, Prozesse und Regeln zu benennen, als jede Komponente zwingend einer festen Kategorie zuzuordnen.
Quellen und Prüfstand
Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Begriff als nicht einheitlich standardisiert gekennzeichnet.