Zinsparität beschreibt einen Zusammenhang zwischen Zinssätzen verschiedener Währungsräume und dem Wechselkurs. Sie erklärt, wie Anleger Renditen vergleichbarer Anlagen gegenüberstellen, wenn Währungsumtausch berücksichtigt wird.

Gedeckte und ungedeckte Zinsparität

Bei der gedeckten Zinsparität wird das Wechselkursrisiko durch ein Termingeschäft abgesichert. Unter vereinfachenden Annahmen wie vergleichbarem Risiko, geringen Transaktionskosten und freiem Kapitalverkehr verhindert Arbitrage dauerhaft unterschiedliche abgesicherte Renditen.

Bei der ungedeckten Zinsparität bleibt das Währungsrisiko offen. Der Renditevergleich hängt dann vom erwarteten zukünftigen Wechselkurs ab; die Beziehung muss empirisch nicht exakt gelten und kann durch Risikoprämien und Erwartungen beeinflusst werden.

Zinsparität bedeutet daher nicht, dass Zinsen in allen Ländern gleich sein müssen. Sie ist eine Beziehung zwischen Zinsdifferenz, Wechselkurs beziehungsweise Wechselkurserwartung und Absicherung.

Quellen und Prüfstand

Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Zinsparität als Modellbeziehung mit und ohne Kurssicherung erklärt.