Die Agency-Theorie analysiert Beziehungen, in denen ein Prinzipal einen Agenten mit Aufgaben betraut. Beide Seiten können unterschiedliche Ziele verfolgen, und der Prinzipal kann Handlungen oder Informationen des Agenten oft nur unvollständig beobachten. Das Modell hilft zu erklären, warum Verträge, Kontrollmechanismen und Anreizsysteme gestaltet werden.
Informationsprobleme
Vor Vertragsschluss kann verborgene Information eine Rolle spielen (adverse Selektion); nach Vertragsschluss können schwer beobachtbare Handlungen zu Moral Hazard führen. Lösungen reichen von Auswahl- und Offenlegungspflichten bis zu Kontrolle, Haftung und variabler Vergütung. Keine Lösung ist kostenlos oder in jedem Fall optimal.
Die Theorie ist ein Analysewerkzeug, keine Behauptung, Menschen handelten ausschließlich eigennützig. Für die Anwendung müssen institutioneller Kontext, rechtliche Grenzen und nichtfinanzielle Ziele berücksichtigt werden.
Quellen und Prüfstand
Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Vereinfachende Menschenbild-Annahme eingeordnet.