Die Angebotskurve zeigt, welche Menge Anbieter bei verschiedenen Preisen verkaufen wollen und können, wenn andere Einflussgrößen konstant bleiben. In der üblichen Darstellung steht die Menge auf der horizontalen und der Preis auf der vertikalen Achse.
Eine höhere Preisannahme geht im Standardmodell häufig mit einer größeren angebotenen Menge einher, weil zusätzliche Produktion rentabel wird. Der Verlauf ist jedoch nicht immer steigend: Kapazitätsgrenzen, Lagerbestände, Verderblichkeit oder kurzfristige Lieferverpflichtungen können zu anderen Reaktionen führen.
Bewegung oder Verschiebung?
Eine Preisänderung führt zu einer Bewegung auf der bestehenden Kurve. Ändern sich Produktionskosten, Technik, Erwartungen, Steuern oder die Zahl der Anbieter, kann sich die gesamte Angebotskurve verschieben.
Die Marktkurve ergibt sich aus der Zusammenfassung einzelner Anbieter. Eine Angebotskurve allein bestimmt noch nicht den Gleichgewichtspreis; dafür wird auch die Nachfrage benötigt.
Abbildung zum Thema

Quellen und Prüfstand
Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Preisänderung von angebotsseitiger Kurvenverschiebung abgegrenzt.