Das außenwirtschaftliche Gleichgewicht ist eines der Ziele des Stabilitäts- und Wachstumsgesetzes. Es beschreibt eine tragfähige Entwicklung der wirtschaftlichen Beziehungen zum Ausland. Ein dauerhaft exakt ausgeglichener Zahlungsbilanzsaldo ist dafür keine einfache oder allgemeingültige Definition.
Die Zahlungsbilanz erfasst Transaktionen zwischen In- und Ausland in miteinander verbundenen Konten. Ein Überschuss oder Defizit kann aus vielen Gründen entstehen, etwa Spar- und Investitionsentscheidungen, Wettbewerbsfähigkeit, Wechselkursen oder Rohstoffpreisen. Seine Bewertung hängt von Dauer, Zusammensetzung und Finanzierung ab.
Das Außenwirtschaftsgesetz regelt dagegen den Außenwirtschaftsverkehr und die Möglichkeiten seiner Beschränkung aus bestimmten Gründen. Es ist nicht dasselbe wie das makroökonomische Ziel des außenwirtschaftlichen Gleichgewichts.
Quellen und Prüfstand
Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Definition, Abgrenzung und Rechenbeispiel geprüft.