Die Conjoint-Analyse untersucht, wie Menschen Produktmerkmale gegeneinander abwägen. Befragte bewerten oder wählen mehrere Angebotsprofile, die sich in Merkmalen wie Preis, Ausstattung oder Lieferzeit unterscheiden. Aus den Antworten werden Teilnutzenwerte geschätzt.
Mit diesen Werten lassen sich Präferenzen innerhalb des untersuchten Designs vergleichen und Szenarien simulieren. Aussagekraft hängt von einer passenden Merkmalsauswahl, realistischen Preisstufen, verständlichen Aufgaben und einer geeigneten Stichprobe ab.
Geschätzte Präferenzen sind nicht identisch mit tatsächlichem Kaufverhalten. Ergebnisse können von Fragebogen, hypothetischer Entscheidung und Modellannahmen beeinflusst sein. Eine Conjoint-Analyse ersetzt deshalb keine Marktvalidierung oder spätere Beobachtung realer Verkäufe.
Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Definition, Abgrenzung und Rechenbeispiel geprüft.