Die direkte Produktrentabilität (DPR) soll sichtbar machen, welchen Beitrag ein Artikel nach Abzug direkt zurechenbarer Kosten leistet. Neben dem Wareneinsatz können je nach Verfahren beispielsweise artikelbezogene Lager-, Handling-, Verpackungs- und Transportkosten einfließen.
Abgrenzung zur Handelsspanne
Die Handelsspanne zieht typischerweise den Einstandspreis vom Nettoverkaufserlös ab. Eine DPR-Rechnung geht weiter, indem zusätzliche direkte Kosten berücksichtigt werden. Welche Kosten als direkt gelten, hängt von Datenlage und Rechenmethode ab.
Das Ergebnis ist keine vollständige Vollkostenrechnung: Gemeinkosten wie zentrale Verwaltung können fehlen, und Produkte beeinflussen sich gegenseitig, etwa durch Sortiments- oder Frequenzeffekte. DPR eignet sich daher als Entscheidungshilfe, sollte aber nicht isoliert zur Sortimentskürzung verwendet werden.
Quellen und Prüfstand
Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Direktkosten, Handelsspanne und methodische Grenzen unterschieden.