Das Gordon-Wachstumsmodell ist eine vereinfachte Variante des Dividenden-Diskontierungsmodells. Bei konstantem, dauerhaftem Dividendenwachstum lässt sich der Eigenkapitalwert als nächste erwartete Dividende geteilt durch die Differenz zwischen Eigenkapitalkosten und Wachstumsrate ausdrücken.

Voraussetzungen und Grenzen

Das Modell setzt eine stabile Dividendenpolitik, ein langfristig konstantes Wachstum und Eigenkapitalkosten voraus, die über der Wachstumsrate liegen. Schon kleine Änderungen dieser Annahmen können den errechneten Wert stark verändern. Es eignet sich daher eher für reife Unternehmen mit relativ stabilen Ausschüttungen als für Unternehmen ohne Dividenden oder mit stark wechselndem Wachstum.

Eine Modellbewertung ist keine Prognose des künftigen Börsenkurses. Annahmen sollten mit Szenarien und anderen Bewertungsverfahren plausibilisiert werden.

Quellen und Prüfstand

Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Kernannahmen und Sensitivität des konstanten Wachstumsmodells ergänzt.