Ein Faktormarkt ist ein Markt für Produktionsfaktoren oder deren Leistungen. Unternehmen fragen Faktoren nach, Haushalte und andere Eigentümer bieten sie an. Zu den klassischen Faktoren zählen Arbeit, Kapital und Boden; Modelle unterscheiden diese Kategorien unterschiedlich fein.
- Auf dem Arbeitsmarkt werden Arbeitsleistungen angeboten und nachgefragt; der Lohn ist ein möglicher Preis dieser Leistung.
- Kapitalgüter und Finanzkapital werden in unterschiedlichen Märkten gehandelt; Zinsen sind der Preis für geliehenes Kapital, nicht für jede Maschine.
- Boden und Immobilien können Pacht- oder Mieterträge erzielen.
Faktormärkte sind mit Gütermärkten verbunden: Unternehmen setzen Faktoren ein, um Produkte oder Dienstleistungen zu erstellen. Produktivität, Qualifikation, Knappheit und Institutionen beeinflussen Faktorpreise und Beschäftigung.
Die Beispiele sind Vereinfachungen. Tatsächliche Märkte unterscheiden sich etwa durch Tarifverträge, Regulierung, Kreditrisiken oder Standortbindung.
Quellen und Prüfstand
Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Faktor und Faktorpreis klar unterschieden.