Die Kapitalbedarfsplanung schätzt, wie viel Kapital ein Unternehmen für Investitionen und laufenden Betrieb benötigt. Der Bedarf umfasst typischerweise Anlagevermögen wie Maschinen sowie Umlaufvermögen wie Vorräte und Forderungen.

Bestandteile

Zum Anlagebedarf zählen Anschaffungs- und gegebenenfalls Installationskosten. Der Umlaufbedarf hängt davon ab, wie lange Mittel in Material, Produktion und Forderungen gebunden sind und wann Kunden zahlen. Lieferantenkredite können den Bedarf mindern; Anlaufkosten und Liquiditätsreserven sollten berücksichtigt werden.

Eine bloße Addition von Anschaffungskosten unterschätzt häufig den Bedarf, wenn Zahlungsströme zeitlich auseinanderfallen. Szenarien für Verzögerungen und Umsatzschwankungen helfen, Finanzierungslücken zu erkennen.

Quellen und Prüfstand

Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Zeitliche Kapitalbindung und Liquiditätsreserve ergänzt.