Kaufkraftparität (KKP) vergleicht die Kaufkraft von Währungen oder Einkommen. Die Idee: Werden Preise in verschiedenen Ländern mit einer geeigneten Umrechnung vergleichbar gemacht, lässt sich untersuchen, wie viele Güter und Dienstleistungen ein Betrag jeweils kaufen kann.
Warenkorb und Wechselkurs
Internationale KKP beruhen auf Preisvergleichen vieler vergleichbarer Waren und Dienstleistungen. Die verglichenen Körbe müssen nicht exakt identisch sein; Qualität, Verfügbarkeit und Konsumgewohnheiten unterscheiden sich. Eine KKP-Umrechnungsrate ist daher eine statistische Vergleichsgröße und nicht zwingend ein Wechselkurs, zu dem Geld tatsächlich getauscht werden kann.
Wechselkurse können kurzfristig deutlich von Kaufkraftvergleichen abweichen. KKP wird unter anderem genutzt, um Wirtschaftsleistung oder Einkommen zwischen Ländern vergleichbarer zu machen. Für Haushaltsbudgets oder einzelne Produkte sind konkrete lokale Preise aussagekräftiger.
Bei Vergleichen ist anzugeben, welche Länder, Zeiträume und Preis- beziehungsweise KKP-Reihe verwendet werden.
Quellen und Prüfstand
Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Statistische KKP von tatsächlichem Devisenkurs unterschieden.