Konjunkturphasen sind Abschnitte im Auf und Ab der gesamtwirtschaftlichen Aktivität. Ein verbreitetes Lehrmodell unterscheidet Aufschwung, Hochkonjunktur, Abschwung und Tiefphase. Es ist eine Vereinfachung: Konjunkturzyklen haben keine feste Länge, und die Phasen lassen sich in Echtzeit nicht immer eindeutig abgrenzen.
- Aufschwung: Produktion und Nachfrage nehmen tendenziell zu; Unternehmen nutzen Kapazitäten stärker.
- Hochkonjunktur: Die Auslastung ist hoch. Engpässe und Preisdruck können auftreten, müssen es aber nicht.
- Abschwung: Die Wirtschaftsleistung verliert an Dynamik oder geht zurück; Investitionen und Beschäftigung können zeitverzögert reagieren.
- Tiefphase: Die Aktivität ist vergleichsweise schwach. Eine Erholung kann beginnen, muss aber nicht unmittelbar folgen.
Beschäftigung, Löhne, Zinsen und Preise entwickeln sich nicht in jeder Phase gleich. Sie reagieren mit Verzögerungen und werden auch von Geldpolitik, Außenhandel, Energiepreisen und strukturellen Veränderungen beeinflusst. Eine Rezession ist zudem nicht einfach gleichbedeutend mit einer „Depression“; Fachdefinitionen unterscheiden sich nach Land und Institution.
Das Modell hilft, typische Zusammenhänge zu ordnen. Für eine aktuelle Konjunkturdiagnose sind mehrere Indikatoren und amtliche Daten nötig.
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Quellen und Prüfstand
Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Idealtypisches Modell klar von festen Gesetzmäßigkeiten abgegrenzt.