Marktversagen bezeichnet eine Situation, in der ein Markt unter den gewählten Modellannahmen keine effiziente Ressourcenverteilung erreicht. Ein vorübergehender Nachfrageüberhang oder ein knappes Gut ist für sich allein noch kein Marktversagen.

Typische Ursachen

  • Externe Effekte: Kosten oder Nutzen für Dritte fehlen teilweise im Preis.
  • Öffentliche Güter: Ausschluss und individuelle Finanzierung sind schwierig, sodass private Anbieter zu wenig bereitstellen können.
  • Marktmacht: Anbieter oder Nachfrager können Mengen und Preise beeinflussen.
  • Informationsprobleme: Eine Seite weiß mehr oder kann Qualität und Risiken schwer beurteilen.

Marktversagen ist kein automatischer Beweis, dass ein staatlicher Eingriff die Lage verbessert. Regulierung kann Informationsprobleme, Fehlanreize, Verwaltungskosten oder neue Verteilungswirkungen mit sich bringen. Mögliche Lösungen reichen von Haftungs- und Wettbewerbsregeln bis zu Steuern, Subventionen oder öffentlicher Bereitstellung.

Welche Maßnahme geeignet ist, hängt von Ursache, Daten und Umsetzungsrisiken ab. Effizienz und Verteilungsgerechtigkeit sind dabei getrennt zu bewerten.

Quellen und Prüfstand

Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Ursachen von Marktversagen und Grenzen politischer Korrektur erklärt.