Offene Inflation bezeichnet einen sichtbar auftretenden Anstieg des allgemeinen Preisniveaus. Die Kaufkraft des Geldes sinkt, wenn ein vergleichbarer Waren- und Dienstleistungskorb über die Zeit teurer wird.

Messung

Statistikämter bilden Preisindizes aus repräsentativen Waren- und Dienstleistungskörben. Die Inflationsrate ist die prozentuale Veränderung eines Index zwischen zwei Zeitpunkten, zum Beispiel gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Index selbst ist keine Inflationsrate.

Ein Anstieg einzelner Preise – etwa bei Energie oder Lebensmitteln – ist für sich allein noch keine allgemeine Inflation. Maßgeblich sind Breite und Entwicklung der Preise über den betrachteten Zeitraum. Inflationsmessungen hängen außerdem von Warenkorb, Gewichten und Methoden ab.

Von „offener“ Inflation wird sie in manchen Lehrtexten einer zurückgestauten Inflation gegenübergestellt, bei der Preisregeln sichtbare Anpassungen begrenzen. Diese Begriffe sind keine eigene amtliche Messkategorie.

Quellen und Prüfstand

Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Preisindex, Rate und einzelne Preisbewegung präzise unterschieden.