Beim Rückkauf eigener Aktien erwirbt eine Aktiengesellschaft eigene Anteile. Sie kann diese später einziehen, weiterveräußern oder für bestimmte Programme verwenden. Ein Rückkauf ist eine mögliche Form der Kapitalrückführung neben einer Dividende.
Wirkung und Grenzen
Sinkt die Zahl der ausstehenden Aktien, können Kennzahlen je Aktie rechnerisch steigen. Das bedeutet nicht automatisch, dass der Unternehmenswert steigt: Entscheidend sind unter anderem Rückkaufpreis, Finanzierung, Alternativinvestitionen und die verbleibende Liquidität. Ein zu hoher Kaufpreis kann Anteilseigner benachteiligen.
Für eine deutsche Aktiengesellschaft gelten die Voraussetzungen des § 71 AktG, darunter grundsätzlich eine Ermächtigung der Hauptversammlung, Grenzen für den Bestand eigener Aktien und der Schutz des gebundenen Kapitals. Die konkrete Rechtslage hängt vom Erwerbsweg und Zweck ab. Rückkäufe sind daher weder beliebig noch stets vorteilhaft.
Quellen und Prüfstand
Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Rechtliche Voraussetzungen und finanzielle Wirkungen abgegrenzt.