Das Stabilitäts- und Wachstumsgesetz nennt im sogenannten magischen Viereck vier Ziele: Preisstabilität, hohen Beschäftigungsstand, außenwirtschaftliches Gleichgewicht sowie stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum.

Lehrbücher ergänzen häufig soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz zum magischen Sechseck. Diese Erweiterung ist ein Analysemodell, keine zusätzliche Liste aus § 1 StabG. Andere Darstellungen beziehen weitere Ziele ein.

Zielkonflikte und Zielharmonien

Ein Zielkonflikt liegt vor, wenn eine Maßnahme ein Ziel fördert und ein anderes erschwert. Ein Beispiel kann sein, dass eine Maßnahme kurzfristig Nachfrage und Beschäftigung stützt, aber bei knappen Kapazitäten den Preisdruck erhöht. Das Ergebnis hängt von Lage und Zeithorizont ab; ein Konflikt ist nicht immer unvermeidlich.

Außenwirtschaftliches Gleichgewicht bedeutet nicht lediglich, Auslandsverschuldung zu vermeiden. Für wirtschaftspolitische Entscheidungen müssen Zieldefinition, Indikatoren und mögliche Nebenwirkungen transparent sein.

Quellen und Prüfstand

Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Definition, Abgrenzung und Rechenbeispiel geprüft.