Eine Mahnung ist eine eindeutige Aufforderung des Gläubigers, eine fällige Leistung zu erbringen. Sie kann den Schuldner in Verzug setzen. Eine Mahnung ist jedoch unter anderem entbehrlich, wenn für die Leistung eine Zeit nach dem Kalender bestimmt ist, der Schuldner die Leistung ernsthaft und endgültig verweigert oder besondere Umstände den sofortigen Verzug rechtfertigen.
Verzugszinsen und Verzugspauschale
Bei Geldschulden beträgt der gesetzliche Verzugszinssatz grundsätzlich fünf Prozentpunkte über dem Basiszinssatz. Bei Entgeltforderungen aus Rechtsgeschäften ohne Verbraucher gilt ein erhöhter Satz von neun Prozentpunkten über dem Basiszinssatz. Gläubiger einer Entgeltforderung können bei Verzug außerdem unter den gesetzlichen Voraussetzungen eine Pauschale von 40 Euro verlangen, wenn der Schuldner kein Verbraucher ist.
Rechnung und Mahnung sind unterschiedliche Dokumente
Eine Mahnung muss nicht sämtliche Pflichtangaben einer umsatzsteuerlichen Rechnung enthalten. § 14 UStG regelt Rechnungen; die Voraussetzungen des Verzugs stehen insbesondere in § 286 BGB. Für ein gerichtliches Mahnverfahren gelten eigene Vorschriften der Zivilprozessordnung.
Der frühere Artikel bezeichnete neun Prozent über dem Basiszinssatz als Mindestgebühr und stellte eine Mahnung als allgemeine Voraussetzung für Verzug dar. Beides ist falsch. Die Verzugsfolgen hängen von Fälligkeit, Vertragsart und Verbraucherstatus ab.
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Quellen und Prüfstand
Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Verzugsvoraussetzungen, Verzugszinssätze und B2B-Pauschale rechtlich auseinandergehalten.