Eine Zahlungsbilanzkrise ist eine schwere Störung der externen Finanzierung eines Landes. Sie kann auftreten, wenn Staat, Banken oder Unternehmen fällige Zahlungen an das Ausland nicht mehr bedienen können oder Kapitalzuflüsse abrupt versiegen.
Ursachen können hohe Fremdwährungsschulden, unzureichende Devisenreserven, ein nicht tragfähiger Wechselkurs, Vertrauensverlust oder globale Finanzschocks sein. Eine Krise kann eine Währungskrise, Bankenkrise oder Staatsschuldenkrise auslösen; diese Begriffe sind jedoch nicht identisch.
Ein Zahlungsbilanzdefizit allein beweist keine Krise. Entscheidend sind Finanzierung, Laufzeiten, Reserven, Wechselkursregime und Zugang zu Kapital. Reaktionen wie Anpassung, Finanzierungshilfe oder Umschuldung haben jeweils wirtschaftliche und soziale Folgen.
Quellen und Prüfstand
Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Definition, Abgrenzung und Rechenbeispiel geprüft.