Eine Währung wertet ab, wenn ihr Außenwert gegenüber einer anderen Währung sinkt. Bei frei schwankenden Kursen ergibt sich dies aus dem Marktgeschehen; in einem festen Wechselkurssystem kann eine Behörde eine offizielle Abwertung beschließen.
Beispiel Wechselkurs
Sinkt der Kurs von 1,30 auf 1,20 US-Dollar je Euro, erhält man für einen Euro weniger US-Dollar. Die konkrete Aussage hängt von der Kursnotation ab: Wechselkurse können auch als Einheiten heimischer Währung je Fremdwährung angegeben werden.
Eine Abwertung kann heimische Waren für Käufer mit Fremdwährung günstiger machen, wenn Unternehmen Preise weitergeben und Nachfrage reagiert. Zugleich verteuern sich Importe in heimischer Währung. Unternehmen mit importierten Vorleistungen oder Fremdwährungsschulden können belastet werden; Exporteurgewinne steigen nicht automatisch.
Verträge, Kapazitäten, Inflation und Wettbewerbsreaktionen beeinflussen die Wirkung. Abwertung ist daher kein sicherer Weg zu höherem Wachstum oder höheren Exporten.
Quellen und Prüfstand
Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Definition, Abgrenzung und Rechenbeispiel geprüft.