Adjunktivität wird in der Dienstleistungslehre als Merkmal beschrieben, bei dem Erstellung und Nutzung einer Leistung zeitlich oder organisatorisch eng miteinander verbunden sind. Die Leistung kann häufig nicht vollständig produziert und gelagert werden, bevor der Kunde sie nachfragt.
Bei einer persönlichen Beratung oder Behandlung entsteht ein Teil der Leistung während der Interaktion zwischen Anbieter und Kunde. Die Qualität kann deshalb von der mitwirkenden Person, der Situation und der Beteiligung des Kunden abhängen. Bei standardisierten oder digital erbrachten Dienstleistungen ist die Verbindung unterschiedlich stark.
Der Begriff überschneidet sich mit der Immaterialität und dem Uno-actu-Prinzip, ist aber nicht für jede Dienstleistung gleich ausgeprägt. Eine bekannte Einzelperson ist nur ein mögliches Beispiel, keine Voraussetzung.
Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Definition, Abgrenzung und Rechenbeispiel geprüft.