Adverse Selektion ist ein Problem asymmetrischer Information vor einem Vertragsabschluss. Eine Marktseite kennt ihre Qualität oder ihr Risiko besser als die andere. Preise und Vertragsbedingungen können deshalb die Teilnahme unterschiedlicher Gruppen beeinflussen.

Beispiel Gebrauchtwagen

Wenn Käufer die Qualität eines Fahrzeugs nur schwer einschätzen können, bieten sie möglicherweise einen Preis, der die durchschnittliche Qualität widerspiegelt. Eigentümer guter Fahrzeuge könnten den Verkauf dann eher vermeiden. Dadurch kann das Angebot im Markt schlechter werden – ein möglicher Mechanismus, aber kein zwangsläufiges Ergebnis in jedem Markt.

Garantien, Prüfberichte, Reputation, Signale und Screening können Informationsprobleme mindern. Sie verursachen aber Kosten und beseitigen Unsicherheit nicht vollständig. Adverse Selektion ist von Moral Hazard zu unterscheiden, der sich typischerweise auf verborgenes Verhalten nach Vertragsabschluss bezieht.

Quellen und Prüfstand

Inhaltlich überarbeitet am 11. Oktober 2026. Definition, Abgrenzung und Rechenbeispiel geprüft.