Ceteris paribus bedeutet „unter sonst gleichen Bedingungen“. In einem ökonomischen Modell wird der Zusammenhang zwischen ausgewählten Größen untersucht, während andere mögliche Einflussfaktoren gedanklich konstant gehalten werden.

Beispiel

Ein einfaches Nachfragemodell fragt, wie sich die nachgefragte Menge verändert, wenn der Preis steigt, während Einkommen, Vorlieben und Preise anderer Güter gleich bleiben. In der Realität können diese Größen gleichzeitig variieren.

Die Annahme macht komplexe Zusammenhänge verständlicher, ist aber keine Behauptung, die übrigen Faktoren blieben tatsächlich unverändert. Prognosen müssen deshalb prüfen, ob die vereinfachten Bedingungen ungefähr passen und welche weiteren Einflüsse wichtig sind.

Bei Ursache-Wirkungs-Aussagen hilft ceteris paribus, eine einzelne Beziehung zu isolieren. Empirische Daten oder Experimente sind dennoch nötig, um die Annahme und den tatsächlichen Effekt zu beurteilen.

Quellen und Prüfstand

Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Definition, Abgrenzung und Rechenbeispiel geprüft.