Das Akzeleratorprinzip beschreibt den Zusammenhang zwischen erwarteter Nachfrage und gewünschtem Kapitalstock. Wenn Unternehmen für eine höhere Produktion zusätzliche Anlagen benötigen, kann eine Änderung der Nachfrage Investitionen auslösen, die im Verhältnis zur Nachfrageänderung groß erscheinen.
Vereinfachte Idee
Bei konstantem Kapital-Output-Verhältnis hängt der gewünschte Kapitalstock vom erwarteten Produktionsniveau ab. Investitionen ergeben sich unter anderem aus der Veränderung dieses Kapitalstocks und aus Ersatzinvestitionen. Eine einzelne Absatzsteigerung führt aber nicht automatisch zu einer entsprechenden Investition.
Unternehmen können freie Kapazitäten nutzen, Erwartungen abwarten oder Investitionen wegen Finanzierungskosten und Unsicherheit verschieben. Umgekehrt können Produktivität und technische Änderungen den benötigten Kapitalstock verändern.
Das Prinzip hilft, Schwankungen von Investitionen zu erklären, ist aber ein Modell und keine sichere Prognose für jeden Nachfrageimpuls.
Quellen und Prüfstand
Inhaltlich überarbeitet am 11. Oktober 2026. Definition, Abgrenzung und Rechenbeispiel geprüft.