Die analytische Materialbedarfsauflösung ermittelt aus dem Produktionsprogramm, welche Baugruppen und Einzelteile benötigt werden. Ausgangspunkt sind Stücklisten und Arbeitspläne. Bei mehrstufiger Produktion wird der Bedarf stufenweise bis zu den Rohmaterialien aufgelöst.
Brutto- und Nettobedarf
Der Bruttobedarf beschreibt den Bedarf aus geplanten Erzeugnissen. Für den Nettobedarf werden verfügbare Bestände, reservierte Mengen, offene Bestellungen und gegebenenfalls Ausschuss berücksichtigt. Zeitliche Planung bezieht Wiederbeschaffungs- und Produktionszeiten ein.
Stücklisten müssen aktuell und mengenmäßig konsistent sein. Änderungen an Produkt oder Fertigungsprozess beeinflussen Beschaffung und Terminplanung. Software kann Berechnungen unterstützen, aber fehlerhafte Stammdaten führen zu falschen Bestellvorschlägen.
Quellen und Prüfstand
Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Brutto-/Nettobedarf und Datenvoraussetzungen ergänzt.