Antizyklische Fiskalpolitik versucht, starke Konjunkturschwankungen durch staatliche Einnahmen und Ausgaben zu dämpfen. In einer Abschwächung kann eine expansive Politik Nachfrage stützen; in einer Überhitzung kann eine restriktivere Politik die Nachfrage begrenzen.

Automatische und diskretionäre Maßnahmen

Automatische Stabilisatoren wirken ohne neuen Beschluss, etwa wenn Steuereinnahmen mit dem Einkommen sinken oder bestimmte Sozialausgaben steigen. Diskretionäre Maßnahmen sind gezielte Änderungen von Ausgaben oder Abgaben. Sie können durch Planung und Umsetzung zeitverzögert wirken.

Ein Impuls führt nicht eins zu eins zu zusätzlicher inländischer Nachfrage: Haushalte können sparen, Ausgaben können in Importe fließen oder private Aktivität verdrängen. Finanzierung, Inflation, Schuldenstand und geltende Haushaltsregeln spielen ebenfalls eine Rolle.

Das Stabilitäts- und Wachstumsgesetz formuliert gesamtwirtschaftliche Ziele; konkrete Maßnahmen müssen mit den jeweils geltenden verfassungs- und haushaltsrechtlichen Vorgaben vereinbar sein.

Quellen und Prüfstand

Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Definition, Abgrenzung und Rechenbeispiel geprüft.