Die Aufkommenselastizität beschreibt, wie stark sich das Steueraufkommen relativ zu einer Bezugsgröße verändert. Wird das BIP verwendet, lautet die vereinfachte Formel:
Aufkommenselastizität = prozentuale Veränderung des Steueraufkommens ÷ prozentuale Veränderung des nominalen BIP.
Steigt das Steueraufkommen um 4 Prozent, während das nominale BIP um 2 Prozent wächst, beträgt die Elastizität für diesen Zeitraum näherungsweise 2. Das ist eine Prozent-zu-Prozent-Beziehung, kein Vergleich von Prozentpunkten.
Die Kennzahl kann durch Änderungen bei Steuergesetzen, Steuerstruktur, Preisen und zeitlichen Veranlagungseffekten beeinflusst werden. Sie ist nicht dasselbe wie die Steuerquote (Steueraufkommen im Verhältnis zum BIP) oder die Elastizität einer einzelnen Steuer gegenüber ihrer Bemessungsgrundlage.
Für Vergleiche sollten Zeitraum, nominale oder reale Bezugsgröße und einbezogene Steuern angegeben werden.
Quellen und Prüfstand
Inhaltlich überarbeitet am 11. Oktober 2026. Definition, Abgrenzung und Rechenbeispiel geprüft.