Bei der Aufschlagkalkulation wird auf eine festgelegte Kostenbasis ein prozentualer oder absoluter Aufschlag gerechnet. Das Ergebnis dient als möglicher Angebotspreis. Die verwendete Kostenbasis – etwa Einstandspreis oder Selbstkosten – muss klar benannt werden.
Aufschlag und Marge unterscheiden
Ein Aufschlag von 20 Prozent auf 100 Euro Kosten ergibt einen Preis von 120 Euro. Die Marge bezogen auf den Verkaufspreis beträgt dann 20/120, also rund 16,7 Prozent. Aufschlag und Umsatzmarge sind daher nicht dasselbe.
Ein Kalkulationsaufschlag ist außerdem nicht automatisch Gewinn: Je nach Basis können Gemeinkosten, Rabatte, Retouren oder andere Ausgaben fehlen. Der Preis muss zusätzlich anhand von Nachfrage, Wettbewerb, Zahlungsbereitschaft und strategischen Zielen beurteilt werden.
Kostenorientierte Preisbildung ist besonders als interne Orientierung nützlich. Sie ersetzt keine Marktanalyse und garantiert weder Absatz noch Rentabilität.
Quellen und Prüfstand
Inhaltlich überarbeitet am 11. Oktober 2026. Definition, Abgrenzung und Rechenbeispiel geprüft.