Eine Ausgleichskalkulation berücksichtigt, dass ein Unternehmen bei mehreren Produkten nicht jedes Angebot mit derselben Marge kalkuliert. Ein Produkt kann bewusst mit einem geringeren Deckungsbeitrag verkauft werden, wenn andere Produkte oder ergänzende Leistungen zum Gesamtergebnis beitragen.
Das ist von der Kostenermittlung zu unterscheiden: Die Kalkulation zeigt, welche Kosten einem Produkt zugerechnet werden und welchen Beitrag sein Preis leistet. Ob ein niedriger Preis sinnvoll ist, hängt unter anderem von Kapazitätsauslastung, zusätzlichen Kosten, Kundenbindung und möglicher Kannibalisierung ab.
Ein attraktiver Einzelpreis führt nicht automatisch zu einem profitablen Gesamtgeschäft. Unternehmen sollten die erwarteten Absatzmengen, alle relevanten Kosten und die Wechselwirkungen im Produktprogramm prüfen.
Quellen und Prüfstand
Inhaltlich überarbeitet am 11. Oktober 2026. Definition, Abgrenzung und Rechenbeispiel geprüft.