Eine Bewegungsbilanz vergleicht zwei aufeinanderfolgende Bilanzen und untersucht, wie sich Vermögens- und Kapitalpositionen verändert haben. Sie kann zeigen, ob Mittel zum Beispiel in Anlagen oder Vorräten gebunden wurden und aus welchen Quellen neue Finanzierung stammt.
Interpretation
Die Differenzen werden in einer vereinfachten Darstellung als Mittelverwendung und Mittelherkunft geordnet. Veränderungen von Bilanzposten sind aber nicht automatisch gleich tatsächlichen Ein- oder Auszahlungen: Abschreibungen, Rückstellungen, Umbuchungen und Bewertungsänderungen können ebenfalls Differenzen verursachen.
Eine Bewegungsbilanz ist daher ein Analyseinstrument und keine vollständige Kapitalflussrechnung. Für Liquiditätsfragen sollten Zahlungsströme und ergänzende Erläuterungen herangezogen werden.
Quellen und Prüfstand
Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Bilanzdifferenzen von Zahlungsströmen abgegrenzt.