Ein Bootsektorvirus ist Schadsoftware, die Bootcode oder Startdaten eines Datenträgers verändert. Bei klassischen BIOS-Systemen kann infizierter Code aus dem Master Boot Record oder einem Volume Boot Record beim Start ausgeführt und anschließend in den Arbeitsspeicher geladen werden.

Solche Viren verbreiteten sich früher unter anderem über Disketten und andere wechselbare Datenträger. Die Technik ist historisch wichtig, aber nicht die einzige Möglichkeit, den Startvorgang zu manipulieren: Moderne UEFI-Systeme verwenden andere Firmware- und Loaderpfade, die ebenfalls angegriffen werden können.

Ein veränderter Bootbereich kann den Systemstart beeinträchtigen oder Schadcode früh ausführen. Schutz umfasst aktuelle Sicherheitssoftware, sichere Startkonfiguration und vorsichtigen Umgang mit unbekannten Datenträgern.

Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Klassischer Bootsektor und moderner Startpfad abgegrenzt.