Business Reengineering steht für die grundlegende Überprüfung und Neugestaltung von Geschäftsprozessen. Ausgangspunkt ist nicht nur die Optimierung einzelner Arbeitsschritte, sondern die Frage, wie ein Ablauf vom Kundenbedarf bis zur Leistungserbringung insgesamt gestaltet werden sollte.
Unternehmen können damit etwa Durchlaufzeiten verkürzen, Medienbrüche beseitigen oder Verantwortlichkeiten neu ordnen. Eine solche Umgestaltung ist jedoch anspruchsvoll: Sie kann hohe Kosten, technische Risiken, Wissensverlust und erhebliche Veränderungen für Beschäftigte mit sich bringen.
Reengineering unterscheidet sich von schrittweiser Prozessverbesserung durch den größeren Umfang der Veränderung. Es bedeutet nicht zwingend, jede Arbeitsteilung abzuschaffen oder Hierarchien vollständig aufzulösen. Ziele und Erfolgskriterien sollten vor dem Umbau festgelegt und später überprüft werden.
Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Definition, Abgrenzung und Rechenbeispiel geprüft.