Ein Currency Board ist eine besondere Form eines festen Wechselkursregimes. Die heimische Währung wird zu einem festgelegten Kurs an eine Ankerwährung gebunden. Die Ausgabe von Zentralbankgeld ist nach den Regeln des Systems an Devisenreserven und Umtauschverpflichtungen gekoppelt.

Wirkung und Grenzen

Das System kann Wechselkursstabilität und eine klare nominale Verankerung unterstützen. Dafür verliert die Zentralbank einen großen Teil ihrer unabhängigen Geldpolitik; sie kann nicht ohne Weiteres auf eine Krise mit zusätzlicher Geldschöpfung reagieren. Reserven, Bankenaufsicht und staatliche Finanzpolitik bleiben wichtig.

Die genauen Deckungsregeln, Umtauschrechte und institutionellen Sicherungen hängen vom jeweiligen Land ab. Ein Currency Board bedeutet nicht automatisch, dass jede beliebige Menge jederzeit ohne Einschränkung in die Ankerwährung umgetauscht werden kann.

Die Tragfähigkeit ist abhängig von Wirtschaft, Zahlungsbilanz, Reserven und Vertrauen. Länderbeispiele müssen zeitlich eingeordnet werden, weil Wechselkursregime sich ändern können.

Quellen und Prüfstand

Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Definition, Abgrenzung und Rechenbeispiel geprüft.