Bei einer Deckungsbeitragsprovision richtet sich ein variabler Vergütungsanteil nach dem Deckungsbeitrag, den ein Verkauf oder ein Vertriebsbereich erzielt. Der Deckungsbeitrag ist Erlös abzüglich der jeweils einbezogenen variablen Kosten.
Vor Einführung muss feststehen, welche Erlöse, Kosten, Retouren, Rabatte und Zeiträume berücksichtigt werden. Ohne einheitliche Definition kann die Provision schwer nachvollziehbar sein. Der Deckungsbeitrag misst zudem nicht alle Beiträge eines Mitarbeiters, etwa langfristige Kundenpflege oder Teamarbeit.
Ein solches Modell kann wirtschaftliches Denken unterstützen, aber auch Fehlanreize setzen, etwa kurzfristige Verkäufe zulasten von Qualität oder Kundenbeziehung. Vergütungsregeln müssen transparent, fair und mit den geltenden arbeitsrechtlichen Vorgaben vereinbar sein.
Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Definition, Abgrenzung und Rechenbeispiel geprüft.