Das Heckscher-Ohlin-Theorem ist ein Modell der Außenhandelstheorie. Es verbindet Unterschiede in der Ausstattung mit Produktionsfaktoren – etwa Arbeit und Kapital – mit Handelsmustern. In der vereinfachten Aussage exportiert ein Land tendenziell Güter, die intensiv den Faktor nutzen, mit dem es relativ reichlich ausgestattet ist.

Voraussetzungen und Grenzen

Das Ergebnis setzt unter anderem vergleichbare Technologien, mehrere Faktoren und Güter sowie bestimmte Wettbewerbsbedingungen voraus. In der Realität beeinflussen auch Produktivität, Fachkenntnisse, Rohstoffe, Nachfrage, Wertschöpfungsketten, Handelspolitik und Transportkosten die Exporte.

Das Theorem ist deshalb eine Erklärung unter Modellannahmen, keine sichere Prognose für ein konkretes Land. Die empirischen Ergebnisse hängen davon ab, welche Faktoren und Güter betrachtet werden.

Quellen und Prüfstand

Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Definition, Abgrenzung und Rechenbeispiel geprüft.