Falsifikation ist ein wissenschaftstheoretischer Ansatz, der betont, dass Theorien an überprüfbaren Aussagen scheitern können müssen. Eine Hypothese ist besonders gut prüfbar, wenn klar ist, welche Beobachtung ihr widersprechen würde.

Ein einzelner abweichender Messwert widerlegt eine Theorie nicht automatisch. Zuerst müssen Messung, Datenqualität und zusätzliche Annahmen geprüft werden. Wiederholte, robuste Gegenbefunde können jedoch eine Theorie ernsthaft infrage stellen und eine Überarbeitung nötig machen.

Eine Theorie, die viele Tests besteht, ist dadurch nicht endgültig bewiesen. Sie bleibt vorläufig und kann durch neue Daten oder bessere Erklärungen verändert werden. Falsifikation ist außerdem von bloßer Kritik oder einem einzelnen Gegenbeispiel ohne Prüfung der Umstände zu unterscheiden.

Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Definition, Abgrenzung und Rechenbeispiel geprüft.