Die funktionale Einkommensverteilung betrachtet, welcher Anteil des in einer Volkswirtschaft entstandenen Einkommens auf Arbeit und welcher auf Kapital entfällt. Häufig werden Arbeitnehmerentgelte dem Faktor Arbeit und Unternehmens- sowie Vermögenseinkommen dem Faktor Kapital zugerechnet.
Messung und Aussagegrenzen
Eine verbreitete Kennzahl ist die Lohnquote: Sie setzt Arbeitnehmerentgelte ins Verhältnis zum Volkseinkommen oder zu einer anderen klar benannten Bezugsgröße. Für Vergleiche muss die Definition konstant bleiben. Selbstständige erzielen häufig zugleich Arbeits- und Kapitaleinkommen; statistische Bereinigungen können deshalb das Ergebnis verändern.
Eine Veränderung der Lohnquote beschreibt nicht unmittelbar die persönliche Einkommensverteilung oder die Wohlfahrt einzelner Haushalte. Sie sagt auch nicht allein, warum sich die Anteile verändert haben. Zeitraum, Datenquelle, Berechnung und wirtschaftliche Entwicklung müssen bei jeder konkreten Aussage genannt werden.
Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Definition, Abgrenzung und Rechenbeispiel geprüft.