Hedging ist die gezielte Absicherung eines bestehenden Risikos, etwa aus Wechselkursen, Zinsen, Wertpapierpreisen oder Rohstoffkosten. Unternehmen können dafür Termingeschäfte, Optionen oder natürliche Gegenpositionen nutzen.

Beispiel

Ein Unternehmen erwartet in drei Monaten eine Zahlung in US-Dollar. Ein Devisentermingeschäft kann heute einen Euro-Dollar-Kurs für den späteren Tausch festlegen. Dadurch wird der Wechselkurs planbarer; zugleich verzichtet das Unternehmen auf einen möglichen Vorteil, falls sich der Kurs günstig entwickelt.

Bei Rohstoffen kann ein Produzent einen Verkaufspreis absichern. Die Absicherung funktioniert nur so gut, wie Laufzeit, Menge und Referenzpreis zum tatsächlichen Risiko passen. Unterschiede zwischen abgesichertem und tatsächlichem Preis – das Basisrisiko – können bestehen bleiben.

Risiken und Kontrolle

Derivate können Sicherheiten, Liquidität und Gegenparteirisiken mit sich bringen. Überabsicherung kann eine neue spekulative Position schaffen. Zweck, Höchstbetrag, Laufzeit und Ergebnisüberwachung sollten dokumentiert und regelmäßig geprüft werden.

Quellen und Prüfstand

Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Definition, Abgrenzung und Rechenbeispiel geprüft.