Hysterese bezeichnet eine Pfadabhängigkeit: Der aktuelle Zustand hängt nicht nur von heutigen Bedingungen, sondern auch von früheren Entwicklungen ab. Nach einer Störung kann das System daher auf einem anderen Niveau bleiben, selbst wenn der ursprüngliche Auslöser nachlässt.

Beispiel Arbeitsmarkt

In der Arbeitsökonomie wird Hysterese als mögliche Erklärung dafür untersucht, dass ein starker Anstieg der Arbeitslosigkeit länger anhält. Denkbare Mechanismen sind der Verlust von Qualifikationen, veränderte Suchchancen oder institutionelle Anpassungen. Die Bedeutung dieser Faktoren hängt von Land, Zeitraum und Arbeitsmarkt ab.

Die Theorie sagt nicht, dass jede Rezession zwangsläufig eine dauerhaft höhere Arbeitslosigkeit erzeugt. Empirische Ergebnisse und Erklärungen unterscheiden sich. Das Konzept hilft, mögliche Langzeitwirkungen zu analysieren, ersetzt aber keine konkrete Untersuchung.

Quellen und Prüfstand

Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Definition, Abgrenzung und Rechenbeispiel geprüft.