Inlandsverbleib bezeichnet in vereinfachten volkswirtschaftlichen und branchenbezogenen Rechnungen die Gütermenge, die nach Berücksichtigung von Produktion sowie Ein- und Ausfuhren rechnerisch im Inland verfügbar bleibt. Eine häufig verwendete Näherung ist: inländische Produktion plus Importe minus Exporte.

Der Inlandsverbleib ist nicht automatisch identisch mit dem Inlandsabsatz. Lagerauf- oder -abbau, Weiterverarbeitung, statistische Abgrenzungen und nicht erfasste Warenströme können zu Abweichungen führen. Bei Dienstleistungen kann die Abgrenzung anders ausfallen als bei lagerfähigen Waren.

Die Kennzahl sollte daher nur mit einer klaren Definition, Branche, Periode und Datenquelle verwendet werden. Eine rechnerische Verfügbarkeit beschreibt nicht ohne Weiteres den tatsächlichen Endverbrauch.

Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Definition, Abgrenzung und Rechenbeispiel geprüft.