Inside Money (Innengeld) bezeichnet in der Geldtheorie typischerweise private Geldforderungen, denen eine entsprechende Verbindlichkeit innerhalb des betrachteten Finanzsystems gegenübersteht. Ein wichtiges Beispiel sind Bankeinlagen: Sie sind Forderungen der Kunden gegenüber ihrer Bank und Verbindlichkeiten der Bank.
Wenn eine Geschäftsbank einen Kredit vergibt, schreibt sie dem Kreditnehmer in der Regel eine Einlage gut. Dadurch entsteht Giralgeld; zugleich entsteht eine Kreditforderung der Bank. Banken können jedoch nicht unbegrenzt Geld schaffen: Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften, Kreditrisiken, Nachfrage, Refinanzierung und die Geldpolitik begrenzen ihre Tätigkeit.
Ein privater Kredit zwischen zwei Unternehmen ist nicht automatisch Geld im engeren Sinn. Er kann eine Forderung und Verbindlichkeit schaffen, ist aber gewöhnlich kein allgemein akzeptiertes Zahlungsmittel. Die Abgrenzung von Inside Money und Outside Money hängt vom Modell und davon ab, welche Institutionen einbezogen werden.
Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Definition, Abgrenzung und Rechenbeispiel geprüft.