Eine Investitionsfunktion beschreibt in einem ökonomischen Modell, wie geplante Investitionen von wirtschaftlichen Einflussgrößen abhängen. In einfachen Modellen spielen Absatz- und Gewinnerwartungen sowie der Zinssatz eine Rolle. Ein niedrigerer Zins kann die Finanzierungskosten senken und Investitionen attraktiver machen, garantiert aber keinen Anstieg.

Weitere Einflussgrößen

Unternehmen berücksichtigen auch vorhandene Kapazitäten, erwartete Nachfrage, Unsicherheit, Steuern, Förderbedingungen, technische Veränderungen und die Verfügbarkeit von Finanzierung. Investitionen können aus Eigenmitteln, Krediten oder anderen Finanzierungsformen bezahlt werden. Die Zentralbank beeinflusst Finanzierungskonditionen, entscheidet aber nicht direkt über einzelne Unternehmensinvestitionen.

Eine geschätzte Investitionsfunktion ist keine unveränderliche Gesetzmäßigkeit. Ihre Form und Stärke hängt von Daten, Zeitraum, Branche und Modellannahmen ab. Bei der Interpretation sind nominale und reale Größen sowie Brutto- und Nettoinvestitionen auseinanderzuhalten.

Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Definition, Abgrenzung und Rechenbeispiel geprüft.