Kardinalität hat in Datenbanken mehrere Bedeutungen. Bei einer Spalte kann sie die Zahl unterschiedlicher Werte beschreiben; in der Abfrageoptimierung ist damit oft eine Schätzung der verschiedenen Werte gemeint. Bei Datenmodellen beschreibt Kardinalität außerdem die Anzahl möglicher Beziehungen, etwa eins zu viele.
Hohe Kardinalität einer Spalte bedeutet viele unterschiedliche Werte, nicht zwingend, dass jeder Wert eindeutig ist. Die Selektivität einer Abfrage hängt zusätzlich von Verteilung und Filterbedingung ab.
Bei einer fachlichen Erklärung sollte daher angegeben werden, ob Werteverteilung, Tabellenbeziehung oder geschätzte Trefferzahl gemeint ist.
Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Definition, Abgrenzung und Rechenbeispiel geprüft.