Der Kundendeckungsbeitrag stellt die Erlöse aus einer Kundenbeziehung den direkt zurechenbaren Kosten gegenüber. Je nach Kostenrechnung können weitere Vertriebs-, Service- und Betreuungskosten in aufeinanderfolgenden Stufen abgezogen werden.

Ein vereinfachtes Schema beginnt mit Nettoerlösen nach Rabatten und Skonti und zieht variable Produkt- und Leistungskosten ab. Der verbleibende Deckungsbeitrag kann anschließend um spezifische Akquisitions-, Logistik- oder Betreuungskosten reduziert werden. Allgemeine Gemeinkosten sind nicht ohne sachgerechten Schlüssel eindeutig einem Kunden zurechenbar.

Die Kennzahl hängt von Zeitraum, Kostenabgrenzung und Verteilungsschlüsseln ab. Sie unterstützt Kundenbewertung und Vertriebssteuerung, sollte aber zusammen mit Wachstum, Zahlungsausfallrisiko und strategischer Bedeutung gelesen werden.

Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Definition, Abgrenzung und Rechenbeispiel geprüft.