Die mehrdimensionale Skalierung (MDS, englisch: multidimensional scaling) ist ein Verfahren, das Ähnlichkeiten oder Unähnlichkeiten zwischen Objekten als Abstände in einer Karte darstellt. Objekte, die sich laut Daten ähneln, liegen typischerweise näher beieinander als unähnliche Objekte.
Vorgehen und Interpretation
Ausgangspunkt ist meist eine Matrix paarweiser Distanzen oder Ähnlichkeiten. Das Verfahren sucht eine Darstellung in zwei oder mehr Dimensionen, deren Abstände die Ausgangsdaten möglichst gut wiedergeben. Die Dimensionen sind zunächst mathematische Koordinaten; ihre inhaltliche Bedeutung muss anhand zusätzlicher Informationen begründet werden.
Die Darstellung vereinfacht die Daten und kann Verzerrungen enthalten. Deshalb sollten Stressmaß oder andere Gütekriterien, gewählte Dimensionalität und Datengrundlage mitberichtet werden. Eine MDS-Karte allein belegt keine Ursache und ersetzt keine Prüfung der Messqualität.
Quellen und Prüfstand
Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Definition, Abgrenzung und Rechenbeispiel geprüft.