Das Coase-Theorem ist ein wirtschaftswissenschaftliches Ergebnis über externe Effekte. Unter idealisierten Bedingungen können Verhandlungen zwischen Betroffenen zu einer effizienten Nutzung von Ressourcen führen – unabhängig davon, wem das relevante Recht ursprünglich zugeteilt wurde.

Voraussetzungen und Grenzen

Die vereinfachte Aussage setzt unter anderem klar definierte und durchsetzbare Rechte, verlässliche Informationen und sehr geringe Verhandlungskosten voraus. In der Realität können viele Betroffene, ungleiche Verhandlungsmacht, Informationsprobleme und hohe Transaktionskosten eine Einigung erschweren.

Selbst wenn eine effiziente Lösung zustande kommt, kann die anfängliche Rechtszuordnung beeinflussen, wer zahlt und wer den Nutzen erhält. Effizienz und Verteilungsgerechtigkeit sind daher verschiedene Fragen. Bei Umweltverschmutzung oder anderen externen Effekten können Regulierung, Abgaben oder Verhandlungen je nach Kontext unterschiedliche Vor- und Nachteile haben.

Das Theorem zeigt, warum Rechte und Verhandlungskosten wichtig sind; es beweist nicht, dass der Staat immer entbehrlich ist.

Quellen und Prüfstand

Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Definition, Abgrenzung und Rechenbeispiel geprüft.