Bei einer Multiplikatorbewertung wird ein Wert aus einer Bezugsgröße wie Umsatz, EBITDA, EBIT oder Gewinn und einem dazu passenden Multiple abgeleitet. Multiples stammen meist aus börsennotierten Vergleichsunternehmen oder vergleichbaren Transaktionen. Sie bieten einen relativen Marktvergleich, keine eigenständige Prognose der künftigen Zahlungsströme.
Vergleichbarkeit und Überleitung
Branche, Wachstum, Margen, Risiko, Bilanzierung, Verschuldung und Marktzeitpunkt beeinflussen den Multiplikator. Enterprise-Value-Multiples werden auf eine operative Kennzahl bezogen und anschließend um Nettofinanzverbindlichkeiten sowie weitere Positionen zum Eigenkapitalwert übergeleitet. Eigenkapital-Multiples beziehen sich unmittelbar auf Eigenkapitalgrößen.
Die Auswahl von Vergleichsfällen und Anpassungen sollte dokumentiert und durch Sensitivitätsanalysen geprüft werden.
Quellen und Prüfstand
Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Multiple nicht als beliebiges Gewinnvielfaches ohne Vergleichbarkeitsprüfung dargestellt.