Die Rabattpolitik umfasst Entscheidungen über Preisnachlässe gegenüber Listen- oder Ausgangspreisen. Sie ist Teil der Preisgestaltung und sollte zur Kostenstruktur, Positionierung und Vertriebspolitik passen.

Formen und Ziele

Üblich sind Mengenrabatte, Staffelrabatte, Aktionsrabatte und Nachlässe für bestimmte Kundengruppen oder Vertragsbedingungen. Ein Rabatt kann den Absatz fördern, größere Bestellungen anregen oder eine zeitlich begrenzte Aktion unterstützen. Er kann aber auch die Marge senken, Erwartungen dauerhaft niedriger Preise schaffen oder Konflikte zwischen Kundengruppen auslösen.

Vor einer Rabattentscheidung sollte das Unternehmen den verbleibenden Deckungsbeitrag berechnen. Ein höherer Absatz ist nicht automatisch profitabel, wenn der Nachlass zu groß ist oder zusätzliche variable Kosten entstehen. Bedingungen und Kombinierbarkeit mehrerer Nachlässe sollten klar kommuniziert werden.

Rechtliche Grenzen

Preisangaben müssen transparent und dürfen nicht irreführend sein. Wettbewerbs- und verbraucherrechtliche Vorgaben können insbesondere bei Preiswerbung und Vergleichspreisen gelten. Eine Rabattstrategie sollte deshalb auch die Art der Kundschaft und die konkrete Werbeaussage berücksichtigen.

Quellen und Prüfstand

Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Deckungsbeitrag und Preiswerbung berücksichtigt.