Das Sicherheitsäquivalent einer unsicheren Auszahlung ist der sichere Betrag, der für eine bestimmte Person denselben erwarteten Nutzen hat wie die riskante Alternative. Es ist damit abhängig von deren Präferenzen und nicht allein von den möglichen Auszahlungen.

Beispiel

Eine Lotterie zahlt mit gleicher Wahrscheinlichkeit 0 oder 100 Euro. Ihr Erwartungswert beträgt 50 Euro. Eine risikoaverse Person kann sie dennoch beispielsweise nur so bewerten, als wäre ein sicherer Betrag unter 50 Euro gleichwertig. Bei Risikoneutralität entspricht das Sicherheitsäquivalent dem Erwartungswert; bei Risikofreude kann es darüber liegen.

Das Konzept hilft, Risiko in Entscheidungen oder Bewertungen einzubeziehen. Ein Sicherheitsäquivalent ist keine objektive Eigenschaft der Lotterie, sondern hängt von der betrachteten Person oder dem verwendeten Modell ab.

Quellen und Prüfstand

Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Definition und Abhängigkeit von individuellen Präferenzen präzisiert.