Eine synthetische Einkommensteuer fasst grundsätzlich verschiedene Einkunftsarten zusammen und besteuert sie nach einem gemeinsamen Tarif. Sie wird häufig der Schedulensteuer gegenübergestellt, bei der Einkunftsarten getrennt und gegebenenfalls mit unterschiedlichen Regeln behandelt werden.
Deutsches Einkommensteuerrecht
Das Einkommensteuergesetz kennt sieben Einkunftsarten und bildet daraus nach Abzug und Hinzurechnung gesetzlicher Positionen das zu versteuernde Einkommen. Auf dieses Einkommen wird grundsätzlich der Tarif des § 32a EStG angewendet.
Das System ist jedoch kein vollständig ausnahmsloser Einheitstarif. Es gibt unter anderem besondere Regeln für Kapitalerträge, außerordentliche Einkünfte, Verlustverrechnung und beschränkte Steuerpflicht. „Synthetisch“ beschreibt daher den Grundgedanken, nicht jede Einzelheit der geltenden Besteuerung.
Quellen und Prüfstand
Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Grundmodell und gesetzliche Ausnahmen benannt.