Ein Teilkostenrechnungssystem ordnet Kostenträgern nur einen Teil der Kosten zu. Häufig werden variable Kosten zugerechnet und fixe Kosten periodenbezogen ausgewiesen. Daraus lässt sich etwa der Deckungsbeitrag berechnen:

Deckungsbeitrag = Erlös − zurechenbare variable Kosten

Varianten

Zu den Teilkostenansätzen gehören die einstufige und mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung sowie die Grenzplankostenrechnung. Sie unterscheiden sich darin, welche Kostenarten zugerechnet und wie Fixkosten gegliedert werden. Eine Rechnung mit relativen Einzelkosten ordnet Kosten abhängig von der jeweils betrachteten Entscheidungsebene zu.

Teilkosteninformationen können kurzfristige Entscheidungen wie Zusatzaufträge, Produktmix oder Engpassnutzung unterstützen. Ein positiver Deckungsbeitrag deckt jedoch nicht automatisch alle Fixkosten. Für langfristige Preis- und Sortimentsentscheidungen müssen Kapazitätsbindung, Fixkosten, Nachfragewirkungen und strategische Folgen einbezogen werden.

Abgrenzung zur Vollkostenrechnung

Die Vollkostenrechnung verteilt grundsätzlich auch fixe Kosten auf Kostenträger und kann für bestimmte Kalkulationszwecke nützlich sein. Beide Sichtweisen beantworten unterschiedliche Fragen; eine Methode sollte nicht unbesehen für jeden Entscheidungsfall verwendet werden.

Quellen und Prüfstand

Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Deckungsbeitrag nicht als vollständigen Gewinn ausgegeben.